Politischer Frühschoppen mit Hubert Aiwanger

Deining. Am Sonntag, den 05.07.2015, fand im Rahmen der Deininger Kirchweih der politische Frühschoppen statt. In diesem Jahr war Hubert Aiwanger, Bundesvorsitzender und Vorsitzender der Landtagsfraktion der Freien Wähler, zu Gast und sprach über viele brisante Themen. Dabei ließ er auch nicht die eine oder andere Gelegenheit zum Austeilen aus.

Die Freien Wähler Deining, allen voran Harald Kaunz, organisierten den politischen Frühschoppen 2015. Um 09 Uhr begann der Tag mit einem feierlichen Gottesdienst in der St. Willibald Kirche. Nach Ende der Messe wurde Hubert Aiwanger von Harald Kaunz begrüßt und mit Liedern der Blaskapelle Deining und des Kirchenchores herzlich willkommen geheißen.
Die Freien Wähler luden neben Aiwanger auch Neumarkts Oberbürgermeister Thomas Thumann und den Kreisvorsitzenden Günter Müller ein. Auch Deinings Bürgermeister Alois Scherer (CSU) begrüßte die Gäste.

Begleitet von der Blaskapelle Deining, zogen die Politiker zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern in das wenige hundert Meter entfernte Festzelt der Kirwaburschen. Dort trug sich Hubert Aiwanger in das goldene Buch der Gemeinde Deining ein.
Trotz der heißen Temperaturen war das Festzelt bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Freien Wähler Deining haben für die geladenen Ehrengäste Brezen in Form von „F“ und „W“ bereitgestellt und mit kalten Getränken für Erfrischung gesorgt.
In seiner Rede kam Aiwanger auf viele brisante Themen zu sprechen und erntete für seine Gedanken großen Beifall aus dem Publikum. Unter anderem sprach Aiwanger über die Privatisierungsproblematik bei Bahn und Post und den damit verbundenen Streikrisikos; Dumpingpreise und Niedriglohn sind die großen Probleme in diesem Zusammenhang. Ein weiteres großes Thema stellte die „Monstertrasse“ dar, die man durch lokale Energieerzeugung vermeiden könne – hier „hat Deining seine Hausaufgaben gemacht“, sagte Aiwanger, der von der großen Zahl an Windkraftanlagen im Gemeindegebiet sichtlich beeindruckt war.
Investitionsrückstände bei Infrastrukturprojekten, teure Planungen für die „Ausländermaut“, Personalmangel in den Migrationsabteilungen und Gängelungen kleiner Unternehmer durch übermäßige Vorschriften und natürlich TTIP und CETA standen auch auf der Agenda des Vorsitzenden der Landtagsfraktion.
Zum Thema Griechenland forderte Aiwanger eine schnelle Lösung und schlug vor, dass die Griechen zusätzlich zum Euro die Drachme wieder einführen sollten. Diese könne dann gegenüber des Euro beliebig abgewertet werden um im Land schneller eine Stärkung der Wirtschaft zu erreichen und Gelder verfügbar zu machen. Diese Methode würde Griechenland für Urlauber auch wieder attraktiver machen und Devisen ins Land bringen.

Nach seiner rund 45-minütigen Rede, bei der Aiwanger durchaus auch den einen oder anderen Schlag in Richtung der „dunklen Partei“ austeilte – so seine Bezeichnung für die Union, die seiner Meinung nach eine „schwarze Suppe“ koche. Trotz dieser Seitenhiebe verstanden sich Aiwanger und Scherer recht gut und stießen mit kühlen Getränken auf die Deininger Kirchweih an.
„Nach Deining würde ich jederzeit wieder kommen“, verabschiedete sich Hubert Aiwanger von seinem Publikum.

Auch die Blaskapelle Deining ließ den Bundesvorsitzenden noch den Dirigentenstock übernehmen und die große Basstrommel signieren. Unübersehbar platzierte Aiwanger sein Signum auf der Trommel.

Zum Schluss führten die Tanzpaare der Deininger Kirwaleit noch einen traditionellen Tanz auf ehe die Ehrengäste zusammen mit Aiwanger beim Gasthof „Zum Hahnenwirt“ den Frühschoppen beim Mittagessen ausklingen ließen.

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Nicolas Keckl

Dipl.-Ing. (TUM) Nicolas Keckl ist Gründungsmitglied von neumagg.net. Er arbeitet hauptberuflich als Vermessungsingenieur in einem Freisinger Büro. Sein Studium vertiefte er im Bereich Erdmessung und Satellitengeodäsie.

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