Kinderabend der Sternwarte: Wer kennt die Sonne?

Neumarkt. Der kommende Freitag hält für die (kleinen) Besucher auf der Fritz-Weithas-Sternwarte in Neumarkt allerhand interessante Fakten rund um unseren Stern – die Sonne – bereit. Zudem gibt es am 26. Juni ein besonderes Himmelsschauspiel zu sehen: Die Planeten Venus und Jupiter treffen sich am Nachthimmel.

Totale Sonnenfinsternis 1999 in Ungarn. Foto: Hans-Werner Neumann / Sternwarte Neumarkt.

Totale Sonnenfinsternis 1999 in Ungarn. Foto: Hans-Werner Neumann / Sternwarte Neumarkt.

Am Freitag, den 26.06.2015, um 20 Uhr, erläutert Hans-Werner Neumann von der Bayerischen Volkssternwarte im Rahmen des Kinderabends die Eigenschaften unserer Sonne.
Da Sonne und Mond scheinbar gleich groß sind, gibt es immer wieder Sonnenfinsternisse, bei denen der wunderschöne Strahlenkranz um die Sonne herum, die so genannte Korona, so eine Art Atmosphäre der Sonne, zu sehen ist.
Auf der Sonne ist die Temperatur unvorstellbar hoch, dadurch erscheint sie gelblich-weiß. Dunkle Flecken sind Bereiche niedrigerer Temperatur, die sich bei Verwendung eines Filters deutlich erkennen lassen.
Im Inneren entsteht die Energie der Sonne, die sie zu dem Stern, von dem wir leben, macht.
Nach dem Vortrag werden die Planeten, Galaxien mit den Teleskopen gezeigt inklusive der beliebten Sternbildführungen.

Eine kleine Anschauung zum Himmelsereignis am 26.06 um 22 Uhr in Neumarkt. Foto: Benedikt Schnuchel, erstellt mit Starry Night pro Plus 6.

Eine kleine Anschauung zum Himmelsereignis am 26.06 um 22 Uhr in Neumarkt.
Foto: Benedikt Schnuchel, erstellt mit Starry Night pro Plus 6.

Am Freitagabend wird die Sternwarte wie zur gewohnten Zeit ab 20 Uhr geöffnet sein. „Wir haben eine astronomische Besonderheit am Westhimmel: Das Treffen von Venus und Jupiter.“, so Benedikt Schnuchel von der Volkssternwarte Neumarkt.
Die beiden Planeten sind zwischen Krebs und Löwe in einem relativ sternenfreien Gebiet und somit sehr leicht zu erkennen. Wer einen freien Blick zuhause Richtung Westhorizont hat ist auf der glücklichen Seite.
Bereits 10 Minuten vor dem Sonnenuntergang kann ein geübter Astronom die Venus ca. 20 Grad über dem Westhorizont erspähen.
Sobald die Sonne 15 Minuten untergegangen ist wird der Jupiter ebenfalls an der 10 Uhr Position von der Venus mit 2.25 Grad Abstand sichtbar sein. „Wir werden dieses Ereignis selbstverständlich auf der Fritz-Weithas-Sternwarte mit unseren Teleskopen verfolgen.“, sagt Schnuchel weiter.
Im Südsüdosten wird der Ringplanet Saturn sichtbar sein, während unübersehbar der Mond im Südsüdwesten seine Position für eine kurze Zeit innehat.

Nicolas Keckl

Dipl.-Ing. (TUM) Nicolas Keckl ist Gründungsmitglied von neumagg.net. Er arbeitet hauptberuflich als Vermessungsingenieur in einem Freisinger Büro. Sein Studium vertiefte er im Bereich Erdmessung und Satellitengeodäsie.

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