Vodafone verdoppelt Surfgeschwindigkeit in Neumarkt

München/Neumarkt. Der Mobilfunkanbieter „Vodafone“ (früher „D2“) hat im Bereich Neumarkt sein Mobilfunknetz modernisiert und unter anderem die Surfgeschwindigkeit verdoppelt.

Der Mobilfunkanbieter "Vodafone" baut auch in Neumarkt sein Netz weiter aus. Foto: Valéry Kloubert / Vodafone.
Der Mobilfunkanbieter „Vodafone“ baut auch in Neumarkt sein Netz weiter aus. Foto: Valéry Kloubert / Vodafone.Der Mobilfunkanbieter „Vodafone“ baut auch in Neumarkt sein Netz weiter aus. Foto: Valéry Kloubert / Vodafone.

Vodafone verfügt im Stadtgebiet über acht Standorte, die in den vergangenen Wochen umgebaut und modernisiert worden sind. Die Versorgung in Neumarkt liegt bei Vodafone im Outdoorbereich bei GSM bei 99%, UMTS mit 84% und LTE schafft eine Abdeckung von 98%.
Zugleich gelang dem Anbieter eine Senkung des Stromverbrauchs um rund 30%. Von dem Ausbau profitieren die Kunden nicht nur von einer verdoppelten Surfgeschwindigkeit, sondern auch von einer besseren Sprachqualität bei weniger Gesprächsabbrüchen.

„Wir investieren massiv in die Zukunft der Netze und bauen diese aus, um vor allem dem enormen Wachstum der übertragenen Datenmengen gerecht zu werden. Nach dem Ende der Arbeiten steht den Kunden in Neumarkt jetzt das derzeit modernste Netz zur Verfügung. Der Ausbau ist Teil unserer milliardenschweren Netzoffensive“, so Oliver Baumann, Leiter der Netzplanung der Vodafone Region Süd. Vodafone hat alle UMTS-Basisstationen im Stadtgebiet mit dem HSPA+-Standard ausgebaut, der Bandbreiten bis zu 42,2 Megabit pro Sekunde ermöglicht. Dies bedeutet für die Vodafone-Nutzer eine Verdoppelung der mobilen Surfgeschwindigkeit. Acht Mobilfunkstandorte sind derzeit im Stadtgebiet in Betrieb, sie versorgen über 98 Prozent der Haushalte mit schnellem Internet. Vodafone setzt weiter auf den LTE-Ausbau. Bereits heute sind fünf Standorte mit LTE ausgerüstet, diese versorgen 98 Prozent der Einwohner. Vodafone plant für die kommenden Jahre den weiteren Ausbau des Netzes, um dem steigenden Datenaufkommen begegnen zu können.

Ausbaustand in Neumarkt (Screenshot vodafone.de).
Ausbaustand in Neumarkt (Screenshot vodafone.de).

Wo früher drei unterschiedliche Systeme für die jeweiligen Mobilfunkdienste wie GSM, UMTS und LTE im Einsatz waren, ist jetzt die Technik in einem Modul gebündelt. Dieses kann dank eines leistungsstarken Rechners die Kapazität einer Basisstation auf die unterschiedlichen Funkstandards verteilen. Vodafone rechnet als Folge der Netzmodernisierung mit einer Reduktion des Strombedarfs von 30 Prozent oder rund 9.000 kWh pro Jahr. Damit spart jeder Standort so viel Energie, wie mehr als zwei Familien in zwölf Monaten verbrauchen. Auf der Anwenderseite reduzieren sich die unerwünschten Gesprächsabbrüche, die Sprachqualität wird ebenfalls besser und die Quote der erfolgreichen Verbindungsaufbauten steigt auf über 98 Prozent.

Der anhaltende Smartphone-Boom lässt den Strom von übertragenen Daten ständig steigen. Das wöchentliche transportierte Datenvolumen liegt allein bei Vodafone bei 2,2 Milliarden Megabyte. Außerdem telefonieren über 32 Millionen Kunden täglich 750 Millionen Minuten im Vodafone Mobilfunknetz. Die Netzinfrastruktur muss dieser Entwicklung nicht nur standhalten, sie muss für die Zukunft nachhaltig ausgebaut werden. „Um hier Schritt zu halten, unternehmen wir gewaltige Anstrengungen, damit die Lebensadern der digitalen Gesellschaft weiterhin zuverlässig zur Verfügung stehen“, betont Oliver Baumann. Möglich macht das neue Netz ein vier Milliarden Euro umfassendes Ausbauprogramm, mit dem Vodafone in zwei Jahren bundesweit massiv in Deutschlands Infrastruktur investiert.

Nicolas Keckl

Dipl.-Ing. (TUM) Nicolas Keckl ist Gründungsmitglied von neumagg.net. Er arbeitet hauptberuflich als Vermessungsingenieur in einem Freisinger Büro. Sein Studium vertiefte er im Bereich Erdmessung und Satellitengeodäsie.