Eine-Welt-Festival geplant

Neumarkt. Oberbürgermeister Thomas Thumann nahm am vergangenen Donnerstag persönlich am Interkulturellen Forum teil und lobte das vielfältige Engagement, das in Zusammenhang mit den Planungen des diesjährigen „Eine Welt Festivals“ eingebracht wird. Er freue sich, dass das „Premieren-Festival“ im letzten Jahr so erfolgreich gewesen sei, dass man heuer ein zweitägiges Fest plane. Er freue sich zudem auch schon auf die Veranstaltungen am 27. und 28. Juni im LGS-Park.

Oberbürgermeister Thomas Thumann nahm am Interkulturellen Forum teil. Foto: Bürgerhaus Neumarkt.
Oberbürgermeister Thomas Thumann nahm am Interkulturellen Forum teil. Foto: Bürgerhaus Neumarkt.

Auch der Integrationsbeauftragte des Stadtrates Rainer Hortolani begrüßte die Gäste und warb für weitere Ideen zur Ausgestaltung des zweitägigen Festivals Ende Juni im Rahmen von „Sommer im Park“. Ralf Mützel, Amtsleiter des Amtes für Nachhaltigkeitsförderung, erinnerte an die Auszeichnung Neumarkts als zweitplatzierte Stadt beim bundesweiten Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels 2013“. Mit dem Preisgeld und auch durch ein ehrenamtliches Team konnte das „Eine Welt Festival“ im letzten Jahr ins Leben gerufen werden. Heuer wird sich Projektleiterin Marina Malter um die Hauptorganisation kümmern und Kulturamtsleiter Oliver Michelsen stellt ein vielseitiges Musikprogramm für die Arena im LGS-Park zusammen.

Nach dem erfolgreichen Auftakt im letzten Jahr findet das „Eine Welt Festival“ dieses Jahr an zwei Tagen statt. Am 27. Juni von 16 bis 22 Uhr lautet das Motto „Neumarkt zu Gast in der Welt“. An Ständen verschiedener Eine Welt Gruppen können sich die Besucher nach Lust und Laune über deren Aktivitäten informieren, den Blick in ferne Länder schweifen lassen, landestypische Kostproben sowie Fairtrade Produkte probieren und bei Aktionen mitmachen. Der erste Tag des Eine Welt Festivals wird in Zusammenarbeit mit den Vereinen und Gruppen des Eine Welt Netzes Neumarkt veranstaltet. Begrüßt werden können dann auch die Gäste aus Drakenstein/Südafrika, die gemeinsam mit der Stadt Neumarkt die seit einem Jahr bestehende Klimapartnerschaft präsentieren. Musikalisch gibt es deshalb auch einen Schwerpunkt auf afrikanischer Musik.

Am Sonntag, den 28. Juni von 14 bis 19 Uhr lautet das Motto dann „Die Welt zu Gast in Neumarkt“. Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Neumarkt mit Migrationshintergrund stellen in Pavillons ihr Herkunftsland anhand von Bildern, Kunsthandwerk, Folklore und kulinarischen Kostproben vor. Hierzu werden die Erfahrungen aus dem bereits seit fünf Jahren erfolgreich laufenden Projekt „Land & Leute“ der Freiwilligen Agentur Neumarkt genutzt. Vertreten sind u.a. die Länder Afghanistan, Albanien, Brasilien, Chile, Costa Rica, Griechenland, Mexico, Niederlande, Rumänien, Spanien und Türkei.

Zu diesem zweiten Tag des Festivals sammelte das Interkulturelle Forum dann weitere Ideen und Vorschläge, so sollen z.B. die Besucher bei der Zubereitung von Speisen aus aller Welt über die Schulter blicken können, Kinderangebote wie z.B. Märchenerzählungen sollten organisiert und Schulen mit interkulturellen, musikalischen Beiträgen eingebunden werden. Diskutiert wurde auch die Idee, neben den Gruppen aus aller Welt, traditionelles Neumarkter bzw. Oberpfälzer Brauchtum als kulturellen Programmpunkt mit aufzunehmen. Siegfried Müller vom Jugendbüro brachte ferner noch den Vorschlag ein, das dort vorhandene Zirkuszelt zu nutzen, um noch mehr Raum für Aktionen zu haben und auch ein Stück wetterunabhängiger zu sein.

Alle Vorschläge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden nun vom Organisationsteam weiter geprüft. In den nächsten Wochen geht es in die Feinplanung des Festivals. Das komplette Programm wird dann Anfang/Mitte Juni veröffentlicht. Weitere Informationen zum Eine Welt Festival gibt es auch vorab im Programmheft zu Sommer im Park (Internet: http://www.neumarkt.de/sommer-im-park).

Nicolas Keckl

Dipl.-Ing. (TUM) Nicolas Keckl ist Gründungsmitglied von neumagg.net. Er arbeitet hauptberuflich als Vermessungsingenieur in einem Freisinger Büro. Sein Studium vertiefte er im Bereich Erdmessung und Satellitengeodäsie.