So wenig Unfälle und Verkehrstote wie nie

Oberpfalz. Das Polizeipräsidium der Oberpfalz hat heute die Verkehrsstatistik für das Jahr 2014 aus dem Einsatzgebiet veröffentlicht. Erfreulich ist, dass 2014 so wenige wie noch nie – 61 Personen – im Straßenverkehr ums Leben gekommen sind.

Sowohl die Gesamtunfallzahlen als auch die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden gingen im vergangenen Jahr erneut leicht zurück. Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass auf den Straßen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz im vergangenen Jahr so wenige Menschen ums Leben kamen, wie nie seit Einführung der Statistik im Jahr 1954. Erwähnenswert auch, dass die Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Kindern erneut rückläufig sind. Auch die Bilanz bei den Verkehrsunfällen unter Drogen- bzw. Alkoholeinfluss fällt positiv aus. In beiden Bereichen sind Rückgänge zu verzeichnen. Auch die Zahl der Unfälle, an denen Fahrradfahrer beteiligt waren, ist leicht rückläufig.

Entwicklung der Verkehrsunfälle

Anzahl der Verkehrsunfälle.

Anzahl der Verkehrsunfälle.

Die Gesamtzahl der registrierten Verkehrsunfälle in der Oberpfalz war auch im vergangenen Jahr rückläufig. So sank die Zahl das zweite Mal infolge und zwar von 31.736 auf 31.648.
Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden sank von 4.401 im Jahr 2013 auf nunmehr 4.392 im vergangenen Jahr.

Verkehrstote nach Straßenklasse.

Verkehrstote nach Straßenklasse.

Die Zahl der Verkehrstoten hingegen fiel auf einen historischen Tiefstand. 61 Menschen starben im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen auf den Straßen der Oberpfalz, so wenige wie nie seit Einführung der Statistik im Jahr 1954. 2013 waren es noch 79, damit sank die Zahl um 22,8%.

Schulwegunfälle und Unfälle mit verletzten Kindern

Schulwegunfälle.

Schulwegunfälle.

Der letzte tödliche Schulwegunfall liegt nun bereits neun Jahre zurück. Auch 2014 kam glücklicherweise kein Kind bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Die Verkehrsunfälle mit Kindern haben im Polizeipräsidium Oberpfalz im vergangenen Jahr um 11,3% auf 276 abgenommen. Verletzt wurden im abgelaufenen Jahr 292 Kinder, im Jahr 2013 waren es noch 342. Dies stellt einen Rückgang um 14,6% dar. Führt man den Langzeitvergleich mit dem Jahr 2005 ins Feld, liest sich die Statistik noch positiver: Die Zahl von Verkehrsunfällen mit Kindern ging in diesem Zeitraum um 26,4% und die der verletzten Kinder um 27,5% zurück.

Alkoholunfälle

Unfälle mit Alkoholbeteiligung.

Unfälle mit Alkoholbeteiligung.

Auch im Bereich der Alkoholunfälle setzte sich der positive Trend des letzten Jahres fort. Wurden im Jahr 2013 444 Unfälle dieser Art registriert, waren es im abgelaufenen Jahr 427. In 190 Fällen wurden Personen verletzt, dies ist im Vergleich zum Jahr 2013 ein Rückgang um 5,9%. Acht Personen wurden getötet, in 2013 waren es neun.

Drogenunfälle

Unfälle unter Drogenbeteiligung.

Unfälle unter Drogenbeteiligung.

Die Bilanz bei Verkehrsunfällen unter Drogeneinfluss fällt besser als im Vorjahr aus. 25 Autofahrer verursachten Unfälle unter Drogen, dies sind 21,9% weniger als im Jahr 2013. Das Polizeipräsidium Oberpfalz führt in diesem Bereich gezielt Kontrollaktionen durch und nutzt dabei intensiv Drogenvortestgeräte. Dies dürfte mit ausschlaggebend dafür sein, dass seit dem Jahr 2005 die Drogenunfälle um 28,6% gesunken sind.

Unfälle aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeiten

Unfälle aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeiten.

Unfälle aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeiten.

Insgesamt wurden im Verlauf des Jahres 2014 1.018 Verkehrsunfälle registriert, bei denen die Geschwindigkeit unfallursächlich war. Im Jahr 2013 waren es noch 1.162. Während 2013 noch 21 Personen bei Geschwindigkeitsunfällen verstarben, ging die Zahl 2014 auf 9 Personen bzw. um 57,1% zurück. Auch bei den Verletzten reduzierte sich die Zahl deutlich, von 740 im Jahr 2013 auf 647 im abgelaufenen Jahr.

Verkehrsunfälle „junger Erwachsener“

Unfälle mit Beteiligung "junger Erwachsener".

Unfälle mit Beteiligung „junger Erwachsener“.

Bei den sog. „jungen Erwachsenen“ handelt es sich um Personen im Alter von 18 bis 24 Jahren. Auch in diesem Bereich setzte sich erfreulicherweise der Trend der letzten Jahre fort. So sank die Zahl um 5,7% auf 2.986. Bereits im Jahr 2013 war ein Rückgang um 6,9% feststellbar. Auch die Zahl der Getöteten verringerte sich von sieben auf sechs.

Verkehrsunfälle von Senioren

Unfälle mit Beteiligung von Senioren.

Unfälle mit Beteiligung von Senioren.

Bei Senioren spricht man von Personen ab dem 65. Lebensjahr. Die Zahl der Unfälle lag mit 2.024 etwas über der Zahl von 2013. Hier waren es 2.012. 15 Senioren erlitten tödliche Verletzungen, 2013 waren es noch 20. Damit sind mehr Senioren ums Leben gekommen, als „junge Erwachsene“, wobei deutlich mehr Heranwachsende als Verursacher eines Unfalls in Erscheinung traten als dies bei den Senioren der Fall ist.

Unfälle mit Fahrradfahrern

Unfälle mit Beteiligung von Rafahrern.

Unfälle mit Beteiligung von Rafahrern.

Die Zahl der Unfälle an denen Fahrradfahrer beteiligt waren, ging 2014 um 1,0% auf 871 zurück. Die Zahl der getöteten Radler sank von sechs auf fünf. 773 Pedalisten trugen  Verletzungen davon. 2013 waren es noch 804, ein Rückgang um 3,9%.

Getötete und verletzte Radfahrer.

Getötete und verletzte Radfahrer.

Unfälle mit Fußgängern

Unfälle mit Beteiligung von Fußgängern.

Unfälle mit Beteiligung von Fußgängern.

Die Zahl der Verkehrsunfälle an denen Fußgänger beteiligt waren ist seit vier Jahren nahezu konstant. Im Vergleich zu 2013 erfolgte ein Rückgang von 389 auf 371 Unfälle. Dabei waren in 2013 125 Fußgänger als Verursacher geführt, 2014 war es einer weniger, also 124. Bei den verletzten Fußgängern ist ein Rückgang um 30 im Vergleich zu 2013 zu verzeichnen. Hingegen wurde 2014 eine Person mehr getötet als in 2013.

Verletzte und getötete Fußgänger.

Verletzte und getötete Fußgänger.

Wildunfälle

Wildunfälle.

Wildunfälle.

Bei den Wildunfällen gab es insgesamt auch eine leichte Steigerung der Fälle. Die große Mehrheit der Unfälle läuft jedoch unter der Kategorie „Kleinunfälle“. Bei 76 Fällen gab es Personenschäden, darunter 81 Verletzte und ein Todesfall.

Personenschäden bei Wildunfällen.

Personenschäden bei Wildunfällen.

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Nicolas Keckl

Dipl.-Ing. (TUM) Nicolas Keckl ist Gründungsmitglied von neumagg.net. Er arbeitet hauptberuflich als Vermessungsingenieur in einem Freisinger Büro. Sein Studium vertiefte er im Bereich Erdmessung und Satellitengeodäsie.

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