Frau als Warenagentin angestellt

Neumarkt. Im Dezember 2014 wurde  im Internet ein Mini-Job angeboten. Eine 35-jährige Frau aus Neumarkt zeigte Interesse und schloss mit einer Firma aus Frankfurt einen Vertrag. Sie sollte Pakete annehmen, den Inhalt prüfen und weiterleiten (Personen, die diese Tätigkeit ausüben, werden als Warenagenten bezeichnet).

Das hat sie nach eigenen Angaben ca. 15 mal erledigt. Als sie Verdacht schöpfte und bei Recherchen im Internet Hinweise auf das Phänomen „Geldwäsche durch Warenagenten“ stieß, nahm sie Kontakt mit einer Rechtsanwältin auf. Diese riet ihr zur Selbstanzeige bei der Polizeiinspektion Neumarkt. Die Frau war noch im Besitz von 14 Paketen, die sie noch nicht weitergeleitet hatte. Diese wurden sichergestellt.

Hinweis

Die Polizei rät dringend, Stellenangebote im Internet für Minijobs besonders sorgsam zu hinterfragen, deren Aufgabe darin besteht, Pakete zu empfangen, umzuetikettieren und meist ins Ausland weiterzuleiten.
Einziger Zweck solcher Angebote besteht darin, über diese dritte Person Warensendungen zu verschleiern, die durch Betrugshandlungen erworben wurden, z.B. mit ausgespähten Kreditkarten oder Kontodaten.
Gegen die sogenannten Warenagenten oder auch Warenkuriere genannt, wird regelmäßig ein Strafverfahren wegen Geldwäsche und der Verschleierung unrechtmäßig erlangter Vermögenswerte eingeleitet.

Nicolas Keckl

Dipl.-Ing. (TUM) Nicolas Keckl ist Gründungsmitglied von neumagg.net. Er arbeitet hauptberuflich als Vermessungsingenieur in einem Freisinger Büro. Sein Studium vertiefte er im Bereich Erdmessung und Satellitengeodäsie.

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