WiN statt PEGIDA

Neumarkt. Rund 700 Menschen haben sich am Montagabend zwischen Unterem Tor und Rathaus versammelt um in einer Lichterkette ein Zeichen für Weltoffenheit zu setzen.

Bereits um 17:40 Uhr haben sich die ersten Teilnehmer an der Lichterkette am Unteren Markt eingefunden. Neben den Initiatoren, allen voran Inge Kraus, waren auch einige Passanten, die sich spontan zur Teilnahme entschlossen haben, anwesend. Im Vorfeld hatten auf „Facebook“ rund 150 Menschen ihre Teilnahme angekündigt. Ziel der Aktion ist ein es, ein Zeichen gegen die fremdenfeindlichen Forderungen der PEGIDA (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) zu setzen.
Nach und nach trafen immer mehr Lichtträger ein – egal ob mit Kerze, Taschenlampe oder Stirnlicht. Und wer keine eigene Beleuchtung dabei hatte, bekam vor Ort ein Licht.

Auf einem grünen Zettel gab es eine kurze Anleitung zum Zusammentreffen, damit alles reibungslos über die Bühne geht. Um 18 Uhr, der eigentliche Startpunkt der Aktion, hatte sich bereits eine ansehnliche Kette gebildet. Kurze Zeit danach schlängelten sich die Lichter einmal vom Rathaus bis zum Unteren Tor und wieder zurück. Zirka 700 bis 750 Teilnehmerinnen und Teilnehmer seien vor Ort, hieß es aus den Reihen der Organisatoren.

Unter dem Motto „Willkommen in Neumarkt!!!: freundlich, friedlich, fröhlich“ (WiN) hat Initiatorin Inge Kraus zur Teilnahme aufgerufen. „Ich habe doch nur ein paar Mails geschrieben“, sagte Inge Kraus sichtlich von der Menschenmenge beeindruckt. „Dass es dann so viele werden, damit hätte ich nicht gerechnet.“, so Kraus weiter. Um 18:15 Uhr schließlich, war der „Flashmob“ auch vorbei, die Kette löste sich langsam auf.

Mit Flugblättern machte auch der Verein „Chancen statt Grenzen“ auf sich aufmerksam. Die Gruppe tritt für Frieden ein, der durch das Leben von Toleranz, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft entsteht, ein.

Gegenstimmen

Unter der Überschrift „Armut ist für alle da – die verschwiegenen Kosten der Zuwanderung“ stellt Barbara Ritter die Gegenargumente zu WiN dar. In einem Flugblatt zeigt sie anhand von Zahlen und Statistiken die Risiken und Nebenwirkungen einer Zuwanderungspolitik auf. Wir haben das Blatt als .pdf-Datei zur Information als Download bereitgestellt (siehe unten).

Flugblatt Barbara Ritter

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Nicolas Keckl

Dipl.-Ing. (TUM) Nicolas Keckl ist Gründungsmitglied von neumagg.net. Er arbeitet hauptberuflich als Vermessungsingenieur in einem Freisinger Büro. Sein Studium vertiefte er im Bereich Erdmessung und Satellitengeodäsie.

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