Rettungs- und Sicherheitskräfte besucht

Neumarkt. Die politischen Vertreter aus dem Landkreis Neumarkt haben den Rettungs- und Sicherheitskräften vom Bayerischen Roten Kreuz (BRK) sowie von Polizei und Feuerwehr bei ihrem weihnachtlichen Besucht für ihren Einsatz zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger gedankt.

Oberbürgermeister Thomas Thumann, Landrat Willibald Gailler, Landtagsabgeordneter Albert Füracker, Bundestagsabgeordneter Alois Karl und Europaabgeordneter Albert Deß statteten dem BRK, der Polizei und der Feuerwehr ihren jährlichen Dankesbesuch ab und überreichten den Einsatzkräften großzügige Präsente.

Beim BRK stellte Kreisgeschäftsführer Klaus Zimmermann die Wichtigkeit des Ehrenamtes heraus, die – gerade jetzt über die Feiertage – beispielsweise in Schnelleinsatztrupps rund um die Uhr für die Bevölkerung einsatzbereit sind. Zudem ginge dem sozialen Dienst aufgrund der jüngsten demographischen Entwicklung in keinem der vielen Bereiche die Arbeit aus, so Zimmermann. Allein im Landkreis Neumarkt besitze das Rote Kreuz 120 Fahrzeuge und Anhänger, die zusammen eine Fahrleistung von 2 Millionen Kilometern (knapp fünfmal die Entfernung zwischen Erde und Mond) auf den Tacho bringen – und das nahezu unfallfrei. Zimmermann betonte auch, dass das BRK Neumarkt auch über die Landkreisgrenzen hinaus im Einsatz ist – so zum Beispiel im Jahr 2013 in den Hochwassergebieten Deggendorf und Passau.
Landrat Willibald Gailler lobte die vielfältigen Dienste des BRK, welche zu einem guten sozialen Netz im Landkreis beitragen und die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger auf einem hohen Niveau hielten. Gailler selbst ist ebenfalls Mitglied im BRK und baut auch für 2015 auf die Leistungsfähigkeit der Einrichtung.
Oberbürgermeister Thomas Thumann bedankte sich auch für die großartigen Leistungen des Roten Kreuzes für die Bevölkerung. Zudem versprach er, im jahr 2015 die Situation in der Dr.-Kurz-Str. (hinter Klinikum) zu verbessern; parkende Autos störten dort bislang die Anfahrt der Rettungsfahrzeuge. Es müsse gewährleistet sein, dass die Einsatzkräfte zügig und ohne unnötige Behinderungen vor Ort sein können, betonte Thumann. „Wenn das Rote Kreuz gebraucht wird, genügt ein Anruf und es wird einem rasch geholfen.“, so der Oberbürgermeister. Im Namen aller Bürgerinnen und Bürger bedankte er sich für das Engagement der ehrenamtlichen und hauptberuflichen Kräfte.
Albert Deß stellte die herausragende Qualität der Dienstleistungen des Roten Kreuzes im Vergleich zu anderen europäischen Ländern heraus: Bei einem Vorfall im Parlament zu Straßburg habe man nach einer Hirnblutung eines griechischen Abgeordneten 45 Minuten auf einen Rettungsdienst gewartet. „Wäre nicht zufällig ein anderer Abgeordneter Arzt gewesen, hätte der Mann nicht überlebt“, stellte Deß fest. „In Deutschland ist so etwas undenkbar.“, lobte er.
Auch MdB Alois Karl merkte an, dass man erst im Notfall die Leistungsfähigkeit der Rettungsdienste zu schätzen wisse. Zudem hat Karl eine Überraschung aus Berlin mitgebracht: Das Rote Kreuz, auf Bundesebene, wurde im Bundeshaushalt 2015 berücksichtigt und erhält entsprechende Mittel.

Zweite Station: PI Neumarkt. Foto: Nicolas Keckl.

Redner Albert Füracker bei der Polizei. Am Tisch (v.l.n.r.) Helmut Lukas, Thomas Thumann, Alois Karl, Willibald Gailler und Albert Deß. Foto: Nicolas Keckl.

Polizeichef Helmut Lukas begrüßte seine Gäste mit einem Zitat von Monika Minder: „Nicht nur an Weihnachten sollte man sich Gedanken darüber machen, wie man einem Menschen eine Freude machen kann.“. Er stellte damit fest, dass die Politik nicht nur an Weihnachten ihre Dankbarkeit zeige, sondern das ganze Jahr hindurch eng mit den Sicherheitskräften in Verbindung stehe. So wurde die PI Neumarkt von 88 auf 93 Sollstellen aufgestockt. Bei Differenzen zwischen den Fronten würden Politik und Polizei stets einen Konsens finden, der zum Wohle der Bevölkerung beiträgt.
Albert Füracker bewunderte die Fähigkeit der Beamten, im Einsatz schnell die richtigen Entscheidungen zu treffen – obgleich es in vielen Situationen keine leichte Aufgabe darstellt. Für die Polizei in Neumarkt konnte Füracker einen Planungstitel zur Erweiterung der Dienststelle erzielen und hofft, dass die Maßnahmen im Doppelhaushalt 2017/18 umgesetzt werden können. Der Wermutstropfen für Helmut Lukas: Er geht 2015 in Ruhestand.
Landrat Gailler bedankte sich ebenfalls bei den Beamten dafür, dass sie rund um die Uhr für die Sicherheit im Landkreis eintreten.
Thomas Thumann lobte die stets vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. Durch die Polizei entstehe ein subjektives, hohes Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung; dieses würde auch durch die Fußstreifen und die Sicherheitswacht, für die heuer Fahrräder angeschafft wurden, bekräftigt.
Alois Karl erinnerte sich, dass Lukas schon in frühen Jahren auf dem Fußballplatz ein strenger Schiedsrichter gewesen sei – nicht anders ist er als Polizeichef. Das Leben in Neumarkt sei gut geordnet und daher durch eine hohe Lebensqualität geprägt.
Albert Deß hat in Neumarkt ein ganz anderes Sicherheitsgefühl als in Brüssel, welches die Stadt mit einer der höchsten Kriminalitätsraten der EU sei: „Täglich sehe ich eingeschlagene Autoscheiben“, so Deß. Auch Überfälle auf offener Straße seien an der Tagesordnung.

Kreisbrandrat Bögl empfing die Politiker bei der Feuerwache der Feuerwehr Neumarkt in der Florianstraße. Dabei lobte er, dass Stadt und Landkreis hervorragende Zusammenarbeit in Sachen Feuerwehr leisteten, so wurde beispielsweise ein Wechsellader angeschafft. 2014 meisterte die Feuerwehr ihre Einsätze mit Bravour – nur ein paar Lackschäden und den einen oder anderen abgefahrenen Spiegel gab es zu beklagen.
Als Vorsitzender nannte OB Thumann die steigende Einsatzzahl als eine der Herausforderungen der Feuerwehr: Egal ob ein Storch am Dach ist oder ein Wespennestz zu entfernen sei, die Feuerwehr ist für die Bevölkerung da und bietet eine hohe Lebensqualität und ein hohes Sicherheitsgefühl. In einer bayernweiten Kampagne wird deswegen Nachwuchs in den Wehren gesucht. Die Neumarkter Feuerwehr ist jedenfalls gut gewappnet: Die Jugendfeuerwehr konnte erst vor Kurzem bei einem Leistungstest ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Thumann bedankte sich bei den haupt- und ehrenamtlichen Mitgliedern für ihr Engagement.
Auch Alois Karl spürt eine tiefe Verbundenheit zur Feuerwehr. Die FF Neumarkt zeichne sich nicht durch die glänzenden Fahrzeuge und die hervorragende technische Ausrüstung aus, sondern sei „von Persönlichkeiten geprägt, die dafür sorgen, dass in der Heimat nichts anbrennt.“, so Karl. Die Politik kann hierzu nur die Ausstattung liefern.
Albert Füracker ist sich sicher, dass er auch in Zukunft auf eine leistungsfähige Feuerwehr bauen kann.
Albert Deß schließt sich als ehemaliger aktiver Feuerwehrler seinen Vorrednern an.
Willibald Gailler betonte schließlich die ständige Einsatzbereitschaft der Neumarkter Feuerwehr und die der 152 weiteren Wehren im Landkreis Neumarkt.

Die Volksvertreter sprachen allen Rettungs- und Sicherheitskräften ihren Dank aus und wünschten ihnen schöne Feiertage mit wenigen Einsätzen und für das neue Jahr, dass bei den Einsätzen niemand zu Schaden komme.

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Nicolas Keckl

Dipl.-Ing. (TUM) Nicolas Keckl ist Gründungsmitglied von neumagg.net. Er arbeitet hauptberuflich als Vermessungsingenieur in einem Freisinger Büro. Sein Studium vertiefte er im Bereich Erdmessung und Satellitengeodäsie.

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