20 Minuten gratis parken: Die Semmeltaste ist da

Neumarkt. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft hat die Stadt Neumarkt nun die „Semmeltaste“ in der Innenstadt eingeführt. Mit ihr können kleine Besorgungen nun ohne Parkgebühren erledigt werden, maximal 20 Minuten ist die Gratisparkzeit.

Die Stadt hat in der Oberen und Unteren Marktstraße die so genannte „Semmeltaste“ für kostenloses Parken bis zu 20 Minuten eingerichtet. Wie Oberbürgermeister Thomas Thumann beim Start erläuterte, hat sich der Bausenat in seiner Sitzung am 22.09.2014 für die Einführung entschieden. Vorangegangen war im Mai ein Antrag der CSU dazu, die für 30 Minuten kostenloses Parken plädiert hatten. Auch die UPW hatte schon 2006 einen Versuch gestartet, deren Antrag war damals von der Mehrheit abgelehnt worden. „Nunmehr brauchen die Parkplatznutzer für Kurzbesorgungen in der Marktstraße keine Parkgebühren mehr zahlen“, fasst Oberbürgermeister Thumann zusammen. „Das ist ganz sicher ein weiteres Angebot zur Attraktivierung unserer Innenstadt. Viele Geschäftsinhaber und auch Parkplatznutzer haben sich eine solche Regelung schon lange gewünscht. Wir sind froh, dass wir die Einrichtung technisch noch zum Beginn des Weihnachtsgeschäftes geschafft haben.“ Seit dem Beschluss im Bausenat zur Einführung seien die Arbeiten für die Umsetzung gelaufen. Dazu mussten 10 Parkscheinautomaten in der Oberen und Unteren Marktstraße umgestellt werden und auch das Handy-Parken musste im Hinblick auf die Software angepasst werden. Die Kosten für die Umstellung bezifferte das Stadtoberhaupt auf rund 4.000 Euro. Für die Stadt bedeute die Einführung ganz sicher auch einen Rückgang bei den Einnahmen aus den Parkgebühren. Von den in der Oberen und Unteren Marktstraße durchschnittlich pro Jahr eingenommenen rund 200.000 Euro dürfte ein Drittel durch die „Semmeltaste“ nunmehr wegfallen.

Oberbürgermeister Thumann wies in dem Zusammenhang auch darauf hin, dass die Stadt ohnehin günstige Möglichkeiten für das Parken geschaffen hat. So sei in den Parkhäusern und in der Tiefgarage Residenzplatz bereits 2012 eingeführt worden, dass die ersten 45 Minuten kostenlos geparkt werden kann. Darüber hinaus gebe es kostenlose Parkplätze wie den Volksfestplatz, den Parkplatz in der St.-Florian-Straße und den in der Freystädter Straße mit insgesamt fast 1.300 Plätzen, von denen aus die Innenstadt über kurze fußläufige Wege erreicht werden kann. Außerdem stelle die Stadt zahlreiche Parkplätze zur Verfügung, auf denen kostenloses Parken mit Parkscheibe für drei Stunden möglich sei, u.a. beim Johanneszentrum, beim Städtischen Friedhof in der Regensburger und in der Ingolstädter Straße sowie in der Stephanstraße. Insgesamt seien dies weitere über 400 Parkmöglichkeiten, von denen ebenfalls in nur wenigen Gehminuten die Innenstadt erreicht wird.

Aber auch die Parkgebühren selber seien in Neumarkt „außerst günstig“, so Oberbürgermeister Thumann weiter. Die Parkgebühren auf den gebührenpflichtigen Stellplätzen liegen zwischen 0,25 und 0,50 Euro pro halbe Stunde. Und in den Parkhäusern und in der Tiefgarage werden, nachdem die ersten 45 Minuten frei sind, für die Folgeparkzeit 0,50 Euro für je 45 Minuten fällig. Ein Tagesticket in den Parkhäusern und in der Tiefgarage könne man zu „sagenhaften 2,50 Euro pro Tag“ erhalten. Dazu gebe es günstige Dauerparkmöglichkeiten auf zahlreichen Parkplätzen und in der Tiefgarage und in den Parkhäusern. Für 15 Euro pro Monat bekommt man z.B. ein Monatsticket auf den Parkplätzen Stephanstraße, Dr.-Grundler-Straße, ehemaliges Hotel Wunder, beim Friedhof Regensburger und Ingolstädter Straße.“ 15 Euro werden im Parkhaus Ringstraße für Pendler fällig, die ein gültiges ÖPNV-Ticket vorweisen können und für alle anderen gibt es Monatstickets in den Parkhäusern und in der Tiefgarage, die 36,89 Euro im Monat kosten. Als weiteres Instrument dient in Neumarkt das Parkleitsystem, das heuer eingeführt wurde und freie Plätze in den Parkhäusern und in der Tiefgarage Residenzplatz anzeigt.

Nicolas Keckl

Dipl.-Ing. (TUM) Nicolas Keckl ist Gründungsmitglied von neumagg.net. Er arbeitet hauptberuflich als Vermessungsingenieur in einem Freisinger Büro. Sein Studium vertiefte er im Bereich Erdmessung und Satellitengeodäsie.

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1 Antwort

  1. 8. Dezember 2014

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