Unsere heimischen Betriebe: Die CAH

Neumarkt. Im Rahmen der Reihe „Unsere heimischen Betriebe“ veranstaltete das Bürgerhaus Neumarkt eine Besichtigung der CAH.

Hans-Georg Spille erzählte den Besuchern viel Neues über die CAH. Foto: Stadt Neumarkt.

Hans-Georg Spille erzählte den Besuchern viel Neues über die CAH. Foto: Stadt Neumarkt.

Eine Gruppe interessierter Neumarkter Bürger besuchten im Rahmen der Veranstaltung des Bürgerhauses „Unsere heimischen Betriebe“ die CAH in Neumarkt. Hans-Georg Spille, der 2008 die Leitung des Sozialdienstes der CAH-Werkstatt übernahm, führte die interessierten Besucher durch den Ausstellungs- und Verkaufsraum, sowie die Holzwerkstatt und den Elektro-Entsorgungsraum.

Die CAH beschäftigt derzeit in Neumarkt 35, in Dietfurt 19 und in Bechhofen bei Ansbach 14 Mitarbeiter. Drei junge allein erziehende Frauen befinden sich in Teilzeitausbildung. Es sind zwei Verkäuferinnen und ein Kauffrau für Bürokommunikation.

Auch die Entstehungsgeschichte der CAH wurde erzählt: Während der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert drohten die Arbeiter immer mehr zu verelenden. Es entstanden Arbeiter-Unterstützungsvereine. Der erste war der St. Josefs Arbeiter-Unterstützungsverein 1849 in der Diözese Regensburg. Im Lauf der folgenden Jahrzehnte wurden immer mehr Unterstützungsvereine gegründet. Ihr Ziel war die Selbsthilfe und Bildung ihrer Mitglieder. Aus ihnen entwickelte sich die katholische Arbeitnehmer-Bewegung. 1927 wurde die Christliche Arbeiterhilfe (CAH) aus den Notgemeinschaften der Arbeitervereine gegründet. Die schweren Notjahre nach dem ersten Weltkrieg waren hierfür die Ursache.
Während der Nazi-Diktatur wurde die CAH verboten. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden in verschiedenen süddeutschen Diözesen Christliche Arbeiterhilfen als Sozialwerke gegründet. Sie schließen sich 1981 unter dem Dach der Caritas zur CAH Süddeutschlands zusammen.

Nicolas Keckl

Dipl.-Ing. (TUM) Nicolas Keckl ist Gründungsmitglied von neumagg.net. Er arbeitet hauptberuflich als Vermessungsingenieur in einem Freisinger Büro. Sein Studium vertiefte er im Bereich Erdmessung und Satellitengeodäsie.

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