Bands and Clubs live: Das Oktober-Kneipenfestival 2014

Neumarkt. Für alle Freunde der gepflegten Live-Unterhaltung gab es am vergangenen Samstag, den 11. Oktober 2014, in Neumarkt und Umland eine Art „Pflichttermin“: Die Herbstausgabe des Neumarkter Kneipenfestivals.

In acht Locations gaben insgesamt neun Gruppen ihre Musik zum Besten. Sogar für die exostischsten Geschmäcker gab es das eine oder andere Zuckerl. Doch der Reihe nach.

Gute Stimmung bis in die frühen Morgenstunden. Foto: Nicolas Keckl.

Gute Stimmung bis in die frühen Morgenstunden. Foto: Nicolas Keckl.

Meine Tour durch (fast) alle teilnehmenden Clubs habe ich dort begonnen, wo vor einigen Jahren auch mein erstes Kapitel im Nachtleben begann – im Sudhaus. Dort angekommen schallte mir schon der Coverrock von Akut mit den Onkelz entgegen. Entsprechend gut war die Stimmung in dem alten Kellergewölbe: Vor der Bühne, wo sonst DJ’s ihrem Handwerk nacheifern, wurde gepogt, gesungen und gelacht. Da ich mir ein sehr ambitioniertes Programm gesetzt habe, bin ich nach einigen Songs in einer Bandpause weitergezogen.

Auf ins Kangaroos! Der kleine, gemütliche Laden – auf halbem Weg von der Stadt zum Freibad – wartete mit ausgelassener Stimmung und den Rooster’s auf mich. Eine Band, auf die ich mich auch sehr gefreut habe und von welcher ich wieder einmal nicht enttäuscht worden bin. Auch hier bin ich nach ein paar Liedern und dem einen oder anderen Small-Talk wieder von dannen gezogen.

Als nächstes bin ich, zum ersten Mal, in den Moosbüffel im Glossner gegangen. Noch so eine sympathische, urgemütliche Kellerkneipe (es gibt leider viel zu wenige davon). Im Vorfeld wurde mir hier Rock’n’Roll vom Feinsten („Authentisch, Sexy, Folky, Akustik Rock, Country, BlueGrass“) versprochen; „Koller Haarer Steiger Mich“ heißt die Gruppe, die hier aufspielte und optisch, mehr oder weniger, an ZZ-Top erinnern. Die drei Künstler haben in ihrer Ankündigung nicht untertrieben: Sauber, authentisch und auch sexy sind die Klänge ihrer Musik.

Nächster Halt: Club drei18 und Milljöh 2.0. Im Keller, wo früher das Coyote war, spielte Prominenz: Die Gruppe um DSDS-Kandidat Björn Bussler“ mit dem Namen „Twenty5“ hat hier das Publikum mit Rock’n’Roll versorgt – ausgiebig getanzt wurde auch.
Ein Stockwerk weiter oben gab es von „Aeroplane“ mächtig was auf die Ohren: Die Band nahm das Publikum auf der prall gefüllten Tanzfläche mit auf eine Reise durch die Geschichte der Rockmusik. Von alten Eisen wie Bon Jovi und jungen Sternen am Rock- und Pophimmel wie Bruno Mars hatten sie alles an Bord.

Mein letzter Halt für diesen Abend war beim „Abseits“, ehemals „Cooper’s“, ehemals „Twister“. Leider habe ich dort die erste Gruppe „Harry and the downburger’s“ verpasst; ich habe mir aber von einigen Gästen Begeisterung bescheinigen lassen. Pünktlich zur ersten Note von „Dr. Woo’s Rock’n’Roll Circus“ kam ich jedenfalls herein. Die Band, die schon bei Legenden wie Alice Cooper oder Saga als Support auf Tour war und dennoch eine reine Hobbygruppe ist, sorgte bis spät in die Nacht für ordentlich Furore und Stimmung.

Der Flyer zur Veranstaltung.

Der Flyer zur Veranstaltung.

Die beiden verbliebenen Einträge auf meiner Liste, das Berlin und das Westside, habe ich wegen der guten Gespräche und vor allem wegen der guten Musik dann leider nicht mehr unterbringen können. Beim Durchsehen der Bilder, die auf anderen Internetseiten und in sozialen Netzwerken aufgetaucht sind, habe ich dort wohl auch Einiges verpasst. Das nächste Mal klappt’s wieder.

Wie immer ist das Kneiepnfestival auch in diesem Herbst gigantisch gewesen und hat mich musikalisch wie organisatorisch begeistert. Ein Lob geht daher an dieser Stelle nicht nur an die Bands, sondern auch an das Team um Bernd Lautenschlager und Christian Braun, die bereits zum 31. Mal ein Top-Ereignis auf die Beine gestellt haben. Ich freue mich schon auf Ausgabe 32 im Frühjahr 2015.

Bildergalerie

Natürlich habe ich von meiner Tour durch die Kneipen auch meine Kamera dabei gehabt und fotografiert. Hier könnt ihr Euch ein paar Impressionen ansehen (die komplette Galerie findet Ihr hier).

Nicolas Keckl

Dipl.-Ing. (TUM) Nicolas Keckl ist Gründungsmitglied von neumagg.net. Er arbeitet hauptberuflich als Vermessungsingenieur in einem Freisinger Büro. Sein Studium vertiefte er im Bereich Erdmessung und Satellitengeodäsie.

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