Prävention: K-Einbruch geht alle an

Oberpfalz. Im Herbst wird es früher dunkel, also ist er die ideale Jahreszeit für Einbrecher. Zu diesem Anlass informiert das Polizeipräsidium der Oberpfalz im Oktober die Bevölkerung über die Präventionsaktion „K-Einbruch“. Schlüsseltag ist der „Tag des Einbruchschutzes“ am 26. Oktober.

Erneut wird es in diesem Jahr eine bundesweite Öffentlichkeitskampagne zum Einbruchschutz geben. Diese vor zwei Jahren von Polizei und Wirtschaft ins Leben gerufene Initiative soll dazu dienen die Bevölkerung zu informieren und auch zu sensibilisieren. Handlungsbedarf besteht,  denn auch im Jahr 2013 ist die Zahl von Wohnungseinbrüchen bundesweit  von 14.117 (2012) auf 149.500 Wohnungseinbrüche gestiegen. Was Bayern bzw. die Oberpfalz betrifft, so folgen auch sie dem bundesweiten Trend mit Anstiegen, in der Oberpfalz von 402 auf 429 Fällen. Die Tendenz im laufenden Jahr ist weiter steigend. Dabei könnte eine Vielzahl der Einbrüche durch entsprechende Vorsicht und die richtige Sicherungstechnik verhindert werden.

K-Einbruch: Die Polizei und Wirtschaft informieren Bürgerinnen und Bürger zum Thema "Einbruchschutz".

K-Einbruch: Die Polizei und Wirtschaft informieren Bürgerinnen und Bürger zum Thema „Einbruchschutz“.

Zwar ist der „Tag des Einbruchschutzes“ erst der 26.10.2014, an dem die Uhren von der Sommer- auf die Winterzeit umgestellt werden, dennoch starten die Polizeiinspektionen bereits mit Beginn des vierten Quartals ihre bis zum Jahresende laufenden Präventionsveranstaltungen zum Thema „Wohnungseinbruch/Einbruchschutz“. Der 26.10.2014 selbst steht erneut unter der Überschrift „Eine Stunde mehr für mehr Sicherheit!

 

Um die Kampagne auch regional ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken wird das Donau-Einkaufszentrum in Regensburg, am 27.10.2013 der Ort sein, an dem Sicherheit besonders groß geschrieben wird. Fachberater der Kriminalpolizei stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. Der Besucher kann umfangreiches Anschauungsmaterial, beginnend bei der Vielfalt von Sicherheitsschlössern über Fenster und Türen, Alarmanalgen bis zur Sicherung von Kellerrosten.

Zwei Wohnungseinbrüche mit denen die Kriminalpolizeiinspektionen Regensburg und Weiden in den zurückliegenden Monaten befasst waren, seien hier beispielhaft erwähnt. Sie belegen wie sinnvoll und notwendig die Sicherungs- und Vorsichtsmaßnahmen „rund ums Haus“ sind:

Die Taten ereigneten sich wie zumeist tagsüber, zwischen 08.00 Uhr und 22.00 Uhr.  Schmuck, Bargeld, oder leicht zu transportierende Wertsachen wie Notebooks und Fotoapparate bestätigten dabei das begehrte Beuteschema.

 

Im ersten Fall war es ein unbekannter Täter, der am helllichten Tag einen Gartenzaun eines Anwesens im Bereich von Regensburg überstieg und anschließend eine hölzerne Terrassentür an der Giebelseite des Hauses aufhebelte. Im Innern durchsuchte er Schränke und Schubladen und entwendete Bargeld, Schmuck und Münzen im Wert von 73.000 €. Selbst das Sparschwein aus einem Kinderzimmer blieb von dem Täter nicht verschont.

Im zweiten Fall war es ein Einbruchdiebstahl in der Region um Weiden. Das Opfer hatte in den Nachmittagsstunden kurz sein Anwesen verlassen. Während der Abwesenheit hebelte ein unbekannter Täter das gekippte Badfenster auf und drang gewaltsam in Wohnung ein. Er durchwühlte die gesamte Wohnung und entwendete Bargeld, Schmuck und Uhren im Gesamtwert von ca. 40.000 €.

Bei mir gibt es eh Nichts zu holen!

 

Was die Schadenshöhe betrifft, so sind diese beiden Fälle „Ausreißer“ nach oben. Es wäre falsch sich in Sicherheit zu wiegen, nach dem Motto: „Bei mir gibt es eh Nichts zu holen!“ – Einbrecher scheuen sich auch nicht kleine Beträge mitzunehmen!

 

Nach solchen Geschehnissen fühlen sich die Geschädigten im doppelten Sinne „geschädigt“: Zum einen steht da der verursachte Schaden und zum anderen die Verletzung der Privatsphäre in ihrem engsten Bereich. Das Unsicherheits- ja manchmal lang währende Angstgefühl wiegt oft schwerer als der entstandene materielle Schaden. Nachvollziehen kann das nur der unmittelbar Betroffene.

 

Mit der Aktion K-EINBRUCH wollen die beteiligten Institutionen Einbruchsdiebstähle verhindern. Unter www.k-einbruch.de findet der Interessierte zweckdienliche Hinweise und Verhaltensregeln wie er die eigenen vier Wände schützen kann. Das beginnt mit den individuellen Vorsichtsmaßnahmen und reicht bis zur baulichen Sicherung im und um das Haus.

 

Der Appell richtet sich aber auch an Bauherren, denn beim Neu- oder Umbau lässt sich der Einbruchschutz mit deutlich geringerem Aufwand realisieren als bei einer späteren Nachrüstung. Auch daran gilt es zu denken. Kompetente Ansprechpartner der Kriminalpolizei können dabei wertvolle Ansprechpartner sein. Hier finden Sie die Fachberater der Polizei in der Oberpfalz:

 

 

Kriminalpolizeiinspektion Amberg
Kümmersbrucker Straße 1a, 92224 Amberg
Fachberater: KOK Wolfgang Sennfelder
Tel. 09621 – 890 0; Durchwahl – 275; Fax: – 299
Zuständigkeitsbereich: Stadt Amberg, Lkr. Amberg-Sulzbach, Lkr. Schwandorf

 

Kriminalpolizeiinspektion Regensburg
Minoritenweg 1, 93047 Regensburg
Fachberater: KHK Georg Jehl und KHK Ludwig Gradl
Tel. 0941 – 506 0; Durchwahl – 2775 oder – 2776; Fax: – 2012
Zuständigkeitsbereich: Stadt/Lkr. Regensburg, Lkr. Cham und Lkr. Neumarkt

 

Kriminalpolizeiinspektion Weiden i.d.Oberpfalz
Regensburger Straße 52, 92637 Weiden i.d.Oberpfalz
Fachberater: KHM Dieter Melzner und KHKin Stefanie Carrera
Tel. 0961 – 401 0; Durchwahl – 258 oder – 268; Fax: -209
Zuständigkeitsbereich: Stadt/Lkr. Weiden, Lkr. Tirschenreuth, Lkr. Neustadt

Nicolas Keckl

Dipl.-Ing. (TUM) Nicolas Keckl ist Gründungsmitglied von neumagg.net. Er arbeitet hauptberuflich als Vermessungsingenieur in einem Freisinger Büro. Sein Studium vertiefte er im Bereich Erdmessung und Satellitengeodäsie.

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