Wohnungssicherung zur Urlaubszeit – Die Polizei erinnert und informiert

Das Polizeipräsidium der Oberpfalz gibt nützliche Tipps zur Sicherung der eigenen vier Wände gegen Diebstahl. Gerade in der Urlaubszeit geraten diese Vorbereitungen bei vielen – vor Reisefieber – in Vergessenheit. Damit die Heimkehr aus dem Urlaub nicht zu bösen Entdeckungen führt gibt es ein paar einfache aber effektive Ratschläge.

Böses Erwachen nach dem Urlaub: Diebe haben zugeschlagen. Foto: polizeiberatung.de

Böses Erwachen nach dem Urlaub: Diebe haben zugeschlagen. Foto: polizeiberatung.de

Mit dem Slogan: „Ab in den Süden!“ startet mit dem Beginn der Sommerferien auch in Bayern die Urlaubszeit. Für  Groß und Klein wird damit die lang ersehnte  Reise in den Urlaub endlich Wirklichkeit. An Alles ist gedacht, sei es das komplette Reisegepäck, Tickets, Ausweise, Krankenversicherungskarte und der nötige Check des Fahrzeuges.

Wurde aber wirklich an Alles gedacht, auch an die Sicherung von Wohnung und Eigenheim?

Um mögliche Einbrecher abzuhalten, erscheint am wichtigsten, dass auch in der Urlaubszeit das Haus einen bewohnten Eindruck erweckt. So sollten am Abholtag Mülltonnen und gelbe/grüne Säcke, wie gewohnt vor der Türe stehen. Auch der Briefkasten muss geleert werden, bringen Sie keinen Hinweis für den Postboten an, die Post beim Nachbarn zu hinterlegen.

Anrufbeantworter sind nützliche Einrichtungen. Der Hinweis, dass die Familie „ausgeflogen“ ist, hat allerdings nichts darauf zu suchen.

Die Rollläden sollten nicht während der gesamten Abwesenheit der Bewohner heruntergelassen sein.

Potentielle Diebe von ihrem Ansinnen abbringen oder in die Flucht schlagen können Zeitschaltuhren, die zu verschiedenen Zeiten Innenbeleuchtung, Fernseher oder Radio in Betrieb setzen und auch wieder ausschalten.

Eine Vertrauensperson, die von Zeit zu Zeit den Rasen mäht, kann unangenehme Besuche vermeiden helfen.

Steighilfen jeglicher Art, das können auch  Regentonnen oder Gartenmöbel sein, sollten vor Reiseantritt weggeschlossen werden.

Wie sieht es mit Wertgegenständen oder größeren Geldbeträgen und wichtigen Dokumenten aus? Sollten die nicht doch besser in einem Wertfach oder in einem Tresor deponiert werden?

Nicht nur in der Urlaubszeit sollten Haus und Wohnung entsprechend gesichert sein. Zusätzliche einbruchhemmende Fensterelemente, Zusatzschlösser oder spezielle Verankerungen erschweren den Zugang.

Selbstverständlich gibt es keinen hundertprozentigen technischen Einbruchsschutz. Die Beratungsstellen der Kriminalpolizeiinspektionen in Amberg, Weiden und Regensburg stehen ganzjährig als kompetente Ratgeber zur Verfügung. Weitere Informationen dazu gibt es z.B. unter www.polizei-bayern.de, so auch die Erreichbarkeit der Beratungsstellen. Unter www.polizei-beratung.de gibt es zusätzliche Verhaltenstipps.

Der aufmerksame Nachbar oder eine Vertrauensperson, die sich in der Zeit der Abwesenheit um Haus und Grundstück kümmern und in unregelmäßigen Zeiträumen nach dem Rechten sieht, kann entscheidend  zum Schutz der eigenen „vier Wände“ beitragen. Auch daran gilt es vor Reiseantritt zu denken.

Der Rat des Polizeipräsidiums Oberpfalz lautet daher: „Erst wenn Ihr Haus einen ‚Aufpasser‘ und die richtige bauliche Sicherung hat, steht einem erholsamen Urlaub – ohne jähes Erwachen nach der Rückkehr –  nichts mehr im Wege.

Nicolas Keckl

Dipl.-Ing. (TUM) Nicolas Keckl ist Gründungsmitglied von neumagg.net. Er arbeitet hauptberuflich als Vermessungsingenieur in einem Freisinger Büro. Sein Studium vertiefte er im Bereich Erdmessung und Satellitengeodäsie.

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