Beschäftigung schwerbehinderter Mitarbeiter: Stadt deutlich über Soll

Neumarkt. Die Stadt Neumarkt ist ein großer Arbeitgeber in der Region. Und wie sich erneut herausgestellt hat, auch ganz vorne dabei, wenn es um die Beschäftigung schwerbehinderter Mitarbeiter geht. Die geforderte Quote wurde um 70 Prozent übertroffen.“Wir als Stadt Neumarkt sind auch ein großer Arbeitgeber und wir zeigen dabei in vielerlei Hinsicht unsere soziale Verantwortung“, stellt Oberbürgermeister Thomas Thumann fest. „Dies erweist sich etwa bei der Beschäftigung von schwerbehinderten Arbeitnehmern, für die wir weitaus mehr als die vom Gesetzgeber geforderte Zahl an Arbeitsstellen anbieten und so unser gesetzlich vorgeschriebenes Soll deutlich überschreiten. Das ist sicher ein gutes Signal für den Arbeitsmarkt und für die Betroffenen.“

Das Neumarkter Rathaus. Bild: Stadt Neumarkt.
Das Neumarkter Rathaus. Bild: Stadt Neumarkt.

Die hohe Beschäftigungsquote für diesen Personenkreis geht aus den Angaben der Stadt zur jährlichen Meldung von schwerbehinderten Mitarbeitern an die Bundesagentur für Arbeit hervor. Die aktuelle Aufstellung für die Stadtverwaltung und ihre Nebenstellen zum Jahr 2013 belegt, dass die Stadt ihrer gesetzlich vorgeschriebenen Beschäftigungspflicht für schwerbehinderte Arbeitnehmer nicht nur nachkommt, sondern dass sie diese sogar um über 70 Prozent deutlich überschreitet. Während nach dem Schwerbehindertengesetz im Jahresdurchschnitt fünf Prozent aller Arbeitsplätze in einem Betrieb mit Schwerbehinderten besetzt sein müssen, sind es im Bereich der Stadt Neumarkt tatsächlich 8,57 Prozent.

Derzeit hat die Stadt wieder ihre jährliche Anzeige nach dem Schwerbehindertenrecht zusammengestellt. Dabei muss an die Agentur für Arbeit gemeldet werden, wie viele Schwerbehinderte in einem Betrieb beschäftigt sind. Der Gesetzgeber hat dabei festgelegt, dass in einem Betrieb in der Größe der Stadt Neumarkt mindestens fünf Prozent der im Jahresdurchschnitt vorhandenen Arbeitsplätze von Schwerbehinderten besetzt sein müssen. Unterschreitet ein Arbeitgeber diese Vorgabe, so muss er eine je nach Grad der Unterschreitung zum Teil hohe Ausgleichsabgaben entrichten. Dies trifft die Stadt Neumarkt wegen des mehr als ausreichenden Beschäftigungsstandes an schwerbehinderten Mitarbeitern nicht – auch in den Vorjahren konnte die Stadt stets weit mehr als die geforderten fünf Prozent an Pflichtarbeitsplätzen nach dem Schwerbehindertenrecht aufzuweisen.

Nicolas Keckl

Dipl.-Ing. (TUM) Nicolas Keckl ist Gründungsmitglied von neumagg.net. Er arbeitet hauptberuflich als Vermessungsingenieur in einem Freisinger Büro. Sein Studium vertiefte er im Bereich Erdmessung und Satellitengeodäsie.